König Balduin I. Z15
dem Toben derer verstummen, welche um Rache wider dieGriechen schriecir. Vergeblich wurden die ungestümenSchrcyer daran erinnert, daß sowohl der Kaiser Alexiusselbst als der Graf Raimund alle Mühe angewandt hätten,um die verwegenen Pilger von der Thörichtheit des beschlos-senen Zuges wider Bagdad zu überzeugen, daß die Vorkeh-rungen des Kaisers gegen ihren Ungestüm und ihren Ueber-muth nothwendig gewesen für die Sicherheit von Byzanzselbst, und daß ja Raimund und Tzitas sich willig mit denKreuzbrüdern in die Gefahr begeben und mit großem eige-nen Verluste erst dann sich zurückgezogen hätten, als keineRettung mehr möglich, gewesen. Solche Gründe waren derruhigen Besonnenheit einleuchtend, nicht dem Grimme devgereizten Pilger.
Als daher am Osterfeste des Jahrs 1102.'viele Pilger J-^>r.aus allen Gegenden von Syrien und Palästina und viele vondenen, welche im verwichenen Frühling den Untergangihrer Brüder in Paphlogonien gesehen und in Noch und Be-kümmerniß den Winter zugcbracht hatten, am heiligenGrabe sich zusammen fanden, als sie überdachten, wiegroße Leiden über so viele fromme Wallbrüder, vornehmlichdurch die Tücke der Griechen, gekommen, da ersuchten sieden König Balduin, eine Gesandtschaft nach Byzanz an denKaiser Alexius abzufertigen, welche so demüthig, als nochniemals Kreuzfahrer zu ihm geredet, ihn von seinem bösenThun gegen die Streiter Christi abmahncn möge DerErzbischof Gerhard und der Bischof Manasie von Bar-
I>. 6.) aus: ,,Oiices ä-rti, ne sei- vasta svlitnäinis loca cos nnnL-rnr an viae i^norantiL, rrint".
»n krauäe Imperator r.s, xer ro) ^11,. VIII. 45 — 48.