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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
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Zc>8 Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Kap.XVIII.

wollte keinen andern Vortheil, der seinem Reiche ansde» Kreuzfahrten der Lateiner erwuchs, in Rechnung brin-gen, als den unmittelbaren Gewinn. Gleichwohl hatte dasgriechische Reich die Verlängerung seiner matten Fortdauervornehmlich den Kreuzfahrten zu danken, welche die Kraftder Türken von ihm ablenktcn; ohne diese hätte vielleicht umdrey Jahrhunderte früher ein türkischer Sultan in Byzanzgeherrscht.

Wenn auch die Schilderungen der Anna Comnena,besonders in den letzten Büchern ihrer Alexias, welche erst inihrem Alter und unter mancherlei) Kummer von ihr nicderge-schrieben wurden, hie und da die Gränzen der Wirklichkeitüberschreiten; wenn Anna auch selbst im Unwillen und Hassewider ihren Bruder Johann, den sie vergeblich vom Thronzu stürzen gesucht hatte, um dessen Würdigkeit und Ver-dienste zu verringern, die Beschreibung der Gefahren über-trieben hätte, welche zu ihres Vaters Alexius Zeiten dasrömische Reich umschwebten so kann man doch ihrer Be-schreibung der ängstlichen Furcht vor den Kreuzfahrern, vonwelcher ihres Vaters Gcmüth ergriffen gewesen, nicht miß-trauen. Um allen Anlaß zu Beschwerden der lateinischenRitter zu vermeiden, fügte Alexius sich ganz ihren Launenund allen ihren oft unbescheidenen Forderungen, selbst mitgroßer körperlichen Anstrengung; wiewohl er schon damalsan schmerzlicher Gicht litt, welche auch späterhin ihm denTod brachte. Kein Kreuzritter, welcher mit ihm zu redenbegehrte, durfte abgewicsen werden; der Kaiser hörte ge-duldig die langen Reden an, mit welchen die Geschwätzigkeitmancher ihn ermüdete, ertrug ohne Aeußerung irgend einerUnzufriedenheit die unanständigen, ungestümen und über-