König Balduin I.
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zahllosen Scharen der Abendländer, von welchen fast täglichdas Land um Constantinopcl erfüllt war, scyn nur gekommen,um auch das östliche Reich der Römer zu vernichten, gleich-wie vor sieben Jahrhunderten das westliche Reich von ihrenVorfahren zertrümmert worden ^). Sobald aber einmalAlexius durch sein verkehrtes Benehmen, däs von jener fal-schen Meinung ausging, bey den Wallbrüdern den Ver-dacht der Treulosigkeit gegen sich erregt hatte, so wurdenallerdings auch seine unschuldigsten Handlungen'als schlim-me gedeutet und jeder Kreuzfahrer, welcher in Kleinasiendurch das Schwert der Türken fiel, wurde als ein Schlacht-opfer der griechischen Tücke betrachtet, welches die blutigsteRache forderte. Der Argwohn, welcher die deutschen Kreuz-fahrer im Jahre 1102 bey Constantinopcl ergriff, war in denGcmülhern der meisten andern Pilger gegründet. Alexiuskonnte seine Empfindlichkeit über die Täuschung der Hoff-nungen, welche die Bewaffnung des Abendlandes wider dieHeiden in ihm erweckt, nie verbergen; er hatte gehofft, dieLateiner würden die Fürstenthümer und Städte des Morgen-landes für die Römer erobern, jetzt sah er sie im Besitze ih-rer Eroberungen sich mit Hartnäckigkeit behaupten ^). Er
2 ) An verschiedenen Stellen äußertAnnn Com nenn solche Besorg-lichkeiten, welche sie ohne Zweifelvon ihrem Vater vernahm, z. B.Alexias S. 285: Ze Tro^-
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