288 Geschichte der Kreuzzüge. Buch.n. Kap.XVII.
2 §i,r. Rückkehr von Osten her in das Gebiet von Haleb einbrach,die Einwohner von Elmokra gefangen mit sich hinwegführte, alles Vieh wegtricb und solchen Schrecken unter denBewohnern des flachen Landes verbreitete, daß sie nach Balcssich flüchteten ^). Er dachte aber auf noch schwerereRache.
Ek»r-. Denn er bereitete sogleich furchtbares Bclagerungszeugvo!^ und kam im Oktober zu der Zeit, da der König Balduin
Atsareb.
noch mit den Norwegern vor Sidon lag, gen Atsareb oderSarepta, eine der festesten Burgen Rodvans, nur sechs tausendSchritte von Haleb, am Berge Simeons gelegen ^), welche, von auserlesener türkischer Mannschaft bewacht wurde. AberTankred überwand alle Schwierigkeiten, welche die Festigkeitdes Orts und die Tapferkeit der Türken ihm entgegen setzten,durch Beharrlichkeit und Kunst. Er gab den muselmänni-schen Einwohnern des umliegenden Landes Frieden und be-freytc sich dadurch von ihren Feindseligkeiten, und ließ, umdesto sicherer zu seyn, sein Lager mit einem festen Wall um-graben, den er mit Wachen besetzte. In zwölf Scharen ge-theilt ängstigten seine Krieger unaufhörlich die Burg und be-schossen die Mauern mit furchtbarer Gewalt. Besonders seingroßer Widder, vor dessen Getöse die Ungläubigen erzag-ten, erschütterte die gewaltigsten Thürme. Nach Weihnach-ten fiel an einem Sonntage der größte und festeste Thurm derBurg mit schrecklichem Geprassel zusammen und stürzte zwcy
zg) Kenialeddin's Gesch. vonHaleb Msct.
Lg) I-raesiäiiuir sere 2 guoä äi-cirnr Ssrexla Sistonroinm.Hab. Hg. XI. 4;. Oie Entfernungvon Haleb gibt ebenfalls dieser
Schriftsteller a». Dis Morgenländernennen diese Burg: Atsareb.
(S. Hbnlbeä. aal), bv r. eä.Löblcr x. 21. Anm. yi.) Damitstimmt Wilhelms von TyruSklcrcx. (XII, II.) sehr Wohl zu-sammen.