König Balduin I. rz/
umher irre. Da kehrten der König und Tankred eiligst wie- I. Cl>r.derum, gingen wieder über den Euphrat/ suchten den Gra-fen Balduin auf und geleiteten ihn nach Edcssa. Die Tür-ken aber gingen nach ihrer -Weife bald darauf in ihr Landzurück/ zufrieden mit dem errungenen Siege/ ohne ihn zubenutzen. Hierauf eilte Balduin in sein Reich / das man-cherlei) Gefahren umschwebten. Denn eine ägyptische Flottebedrohte das kürzlich erst eroberte Berytus und störte dieSchifffahrt und das Anlanden der Pilger. Die Askaloniten,die Abwesenheit des Königs und seiner Ritter benutzend,hatten selbst einen Angriff auf die Burg David/ wiewohlvergeblich/ unternommen. Vor allem aber wurde des Kö-nigs Rückkehr erheischt der trefflichen Gelegenheit willen zuwichtigen Unternehmungen/ welche die Ankunft der norwe-gischen Flotte unter dem wackern Sigurd darbot.
Auch Tankreds Rückkehr nach Antiochien-war nicht min-der nothwendig. Denn der Fürst Rodvan von Halcb durchdie falsche Nachricht/ daß auch Tankred am Euphrat durchdas Schwert der Türken gefallen sey, verleitet/ hielt sichdurch das Bündniß , welches er mit ihm aufgcrichtet/ nichtmehr gebunden, und kam nicht nur durch freywillige Ueber-gabe der Besatzungen oder mit Gewalt wieder in den Besitzder Städte oder Burgen / welche die Franken auf dem Ge-biete von Haleb erobert, sondern streifte selbst mit seinenTürken bis an die Thore von Antiochien und machte großeBeute. Die Rückkehr Tankreds aber, wodurch die trügeri-schen Hoffnungen, welche er auf die falsche Nachricht vondem Tode des fränkischen Helden gebauet hatte, zerstörtwurden, nöthigte ihn bald zum Gehorsam gegen die Ermah-nung der Franken, von der Verletzung des Friedens abzus.lassen; und Tankred rächte sich dadurch, baß er auf seiner