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-78 Geschichte der Kreuzzüge. B u ch II. K a p. XVII.
Vetter gehen/ und die baldige Bezahlung des Lösegeldes be-fördern. Joscelin betrieb auch/ was er den musclmänni-scheu Fürsten gelobt hatte/ mit großem Eifer/ und ver-schmähte nicht/ um Beyträge zum Löscgelde des Grafen Bal-duin die Milde aller Pilger/ der Vornehmen und Geringen,anzusprcchen ^). Bald aber bedurfte Balduin des Be-standes von Dschavali mehr/ als dieser seiner Hülfe.
Wenn Tankred schon ungern das Fürstenthum Antio-chien an seinen Oheim Boemund zurückgab / wie viel mehrmußte es ihn schmerzen/ die Grafschaft Edessa/ welche erfünf Jahre lang mit großer Kraft und Mühe beschirmt/ anBalduin von Burg zurückzugeben/ welchem er nie hold war!Innern Groll/ der in seinem Gemüthe kochte/ konnte dertapfere Streiter so wenig bekämpfen/ als dem Zauber devVerblendung sich entwinden/ womit sein Eigennutz ihn oftumstrickte. Schon ein alter Zwist cntzwcytc die beyden Rit-ter. Balduin dünkte sich au Ruhm und an Verdiensten demFürsten Tankred gleich und an Würde über ihn erhoben;obwohl in Boemunds Dienste glaubte er als Graf von Edessavornehmer zu scyn/ denn Tankrcd/ welcher nur Verweser desFürstcnthums Antiochien war/ und ließ diese Meinung vonseiner höher» Würde seinen Nebenbuhler oftmals fühlen.Daher war es eine der ersten Sorgen Tankreds, als er die
-z) >,Onae LN omnitnis Urinoixi-Nns el viris ONriktiLnis, xzrvis kVmezni,, et uiriveisis loci. >'l civi-ILtiNns kckelinin, ^lurima xrco«imxstralL aoltegil". ^ I d. ,-V c;.X. g8. Nach Wilhelm von T Il-le u s (XI. g.) wurden behde zu glei-cher Zeit besucht, und für ihr Lösc-qeld'Eeigel gefiellt. Abulfaradschlvtiicni. Sz-r. x. Igo.) , welcher dis
nähern Umstände der BefreyunzBalduins berichtet, gibt nur 700a,Goldstücke als Lösegeld für Balduinan; doch ist nicht wahrscheinlich,was derselbe Schriftsteller erzählt,daß Tankrcd zur Erlösung Balduinsdreyßig tausend Goldstücke gegebenund hundert muselmännische Gefan-gene aus der Gegend von Halebsrcvzelaffcn habe.