Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
277
Einzelbild herunterladen
 

König Balduin I.

277

Schlacht beyzuwohnen, an der Flucht gehindert, fiel in dieser.Gefangenschaft seines Feindes. Gleichwohl nahmen die vonMvsul seinen eilfjährigen Sohn Zcnki sich zum Fürsten, ver-weigerten die Ucbergabe der Stadt, selbst alsDschckermisch inFesseln vor die Mauern geführt, sie ihnen gebot, und riefenden Fürsten Kilidsch Arslan von Jkonium zur Hülfe. Dschcskermisch aber starb im Gefängniß. Auch Kilidsch Arslan un-terlag dem Dschavali, welcher mit Rodvan von Haleb ihnangriff, und ertrank, als er nach einer Niederlage am FlusseChaboras zu entfliehen suchte, in den Wellen des Flusses,worauf Dschavali in den Besitz von Mssul gelangte ^).

Dieser aber gab die Grafen Balduin und Ioscelin, welcheaus der Gewalt des Dschekermisch in seine Gewalt überge-gangen waren, nicht eher frey, als da auch er in Ungnadegefallen und gegen ihn Maudud, der Sohn des Altuntekinin Anzuge war, um ihn aus Mosul zu vertreiben. Dannbot er den fränkischen Grafen, welche er aus Mosul mit sichahm, da er gegen seinen Feind auszog, ihre Frcyheit anfür ein ansehnliches Lösegeld, für die Vcfreyung der musel-männischen Gefangenen, welche in ihren Städten und Bur-gen noch eingeschloffcn gehalten wurden, und für die Verbind-lichkeit, ihm wider Maudud zu helfen. Balduin versprachhundert tausend Byzantien zu bezahlen als Lösegeld, waseinst auch Boemund an Ebn Danischmcnd bezahlt hatte, undließ, als er von den Fesseln erlöst wurde, den Grafen Jos-cclin als Geißel, der im Schlosse Dschabar festgehaltenwurde. Auch Ioscelin erhielt bald seine Freyheit. Dennals Dschavali sich von Maudud, dem die Stadt Mosul sichergeben hatte, hart bedrängt sah, rief er den Grafen Jos-relin, schenkte ihm schöne Kleider und hieß ihn zu seinem

22) ^ Kill 5. niosl. III. Z6v.