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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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, 262 Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Kap.XVlI.

sie mit aller Schnelligkeit ihrer Rosse die feindlichen Scharenzu durchbrechen und durch sie bis zu Boemund und Tankredvorzudringen trachteten, um an deren Siege Thcil zu neh-men, plötzlich aus einem Hinterhalt von zehn tausend Türkenmit furchtbarer Gewalt und unter schrecklichem Geschmetterder Posaunen und Schlachthörner überfallen wurden, sonahmen ihre Scharen in schimpflicher Bestürzung die Fluchtnach Edessa und gaben ihre Führer, die Grafen Balduin vonBurgo und Zoscelin von Courtcnay, auch den Bischof Be-nedict von Edessa der Gefangenschaft preis. Eine großeZahl der christlichen Streiter, auch achtzehn Priester unddrey Mönche, wurden auf dieser schimpflichen Flucht vonden nachcilendcn Türken erschlagen; eine reiche Beute wardvon den Ungläubigen gewonnen. Als Taukred die Kundevon der Gefangenschaft der bcyden Fürsten und der Vereite-lung des Siegs vernahm, so eilte er den Feinden nach; abernur der Bischof Benedict, (welcher unter der Last zweycrschweren Rüstungen, die ihm die Türken zu tragen auferlcgt,fast erliegend, angstvoll Tankreds Hülfe anrief, als er dessenSchar erblickte) und drey Ritter wurden befreyct; Balduinund Joscelin und alle übrigen gefangenen Ritter wurden inFesseln nach Mosul geführt.

Boemund und Tankred behaupteten zwar mit der antio-chifchcn Miliz noch an diesem Tage das Schlachtfeld.Gleichwohl war auch ihr Fußvolk so muthlos geworden, daßes gegen das strenge Verbot der Fürsten noch in der Nachtdie Flucht nahm, die von den Fürsten, um die Flucht derFurchtsamen zu wehren, ausgestellten Wächter zurück-drängte und auch die Gefahr des Durchgangs durch den FlußChabor nicht scheute, um nur dem Tode durch die Türken zuentgehen. Mit der Frühe des folgenden Tages nahmen auch