s 54 Geschichte der Kreuzzüge. B II ch II. K a p. XVI.
Elhakem, durch dessen Begünstigung Rodvan, wie wir gleich-falls erzählt, eine gefährliche Fehde sich zugczogen, wurdeAbu Laher Essajeg aus Persien, Schwcstersohn Hassans, desStifters der Sekte, Haupt der Zsmaeliten in RodvansDienst und wirkte noch mehr als Elhakem für die Verbrei-tung der ismaelitischen Lehrmeinungen in Syrien, zum gro-ßen Verdruß der rechtgläubigen Muselmänner. Abu Tahcrerhielt selbst von Rodvan die Stadt Sarmin als ein Fürsten-thum unter der Hoheit des Fürsten von Haleb ^).
Dieß war der Ursprung der Assasinen, deren Ansiede-lung in Syrien ein neues mächtiges Hinderniß der Befesti-gung der christlichen Macht im Morgcnlande wurde.
Wenn also Rodvan wider die Kreuzesritter selten alsein würdiger Muselmann und mehr für die Fortdauer undErweiterung seiner eigenen Macht als für den wahren Is-lam kämpfte, so stritt desto uneigennütziger gegen das Kreuzder Fürst Schcmseddaulah Dfchekermisch von Mosul, demBollwerke Bagdads gegen die Franken. Nach dem TodeKorboga's, der wider die Wallbrüder bey Antiochien so un-rühmlichen Kampf gestritten, kam die Herrschaft über Mosulauf kurze Zeit an dessen Statthalter Musa, dann aber anden edelmüthigen Dfchekermisch , welcher, so wie er grimmigals ein Löwe in der Schlacht für Allah und den Prophetenwider die Christen wüthete, eben so sanftmüthig und mildüber seine Unterthanen gebot Die Sultane von Bagdad
24) Kemaleddin'S Gcsch. vonHaleb. Msct.
25) Dfchekermisch suchte Musa mitGewalt aus Mosul zu vertreiben,musite aber davon «blassen, weilSok-man der Orthokide dem Musa zuHülfe kam. Bald hernach wurde
aber dieser, da er seinem Befrcyecentgegenzog, um ihm zu danken,von seinen eigenen Leuten erschlagen.Hieraus wurde Dfchekermisch Herrvon Mosul, und benahm sich, nachAbulfedas Ausdruck, in derStadt auf eine löbliche Weise. eLiri,.mo-1. M UI, x. Löö.
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