244 Geschichte der Krenzzüge. Buch II. Kap. XVI.
weit und breit Anhänger warben '°), verließ der Scheichselbst niemals wieder die Burg Alamukh, die er zu seinemWohnsitze gewählt, und gebot dort bis zu seinem Tode, nochfünf und dreyßig Jahre lang , über seine zum blinden Ge-horsam gewöhnten Rotten. Durch die Dais derIsmaclitcnwurde auch der im Glauben an das Haus Abbas wankclmü-thige Fürst Rodvan von Haleb gewonnen, welcher schoneinmal die fatimitischcn Chalifen, in der Hoffnung, ihrenBcystand in dem Kriege wider seinen Bruder Malet Dokakvon Damaskus zu erlangen, als die rechtmäßigen Nachfol-ger des Propheten anerkannt hatte; jedoch hatte er das Ge-bet für sie in den Moscheen von Haleb abgeschafft, als jeneHoffnung ihn getäuscht "). Die Nachfolger Hassan's be-gnügten sich nicht mit der von ihm gegründeten Herrschaftim Innern von Asien, sondern erwarben auch in Syrien bcyTortosa oder Antaradus auf den Höhen des Libanongebirgesein ansehnliches Gebiet mit zehn uncrsteiglichen und anmu-thig gelegenen Vergschlössern ^), welches von einem Statt-halter verwaltet wurde, dcr z» Maskat auf dem Antilibanonseinen Sitz hatte. Unter den beständigen Kämpfen der christ-lichen Ritter wider die Muselmänner befestigten sic unbemerktihre dortige Herrschaft. Weil der ismaclitische Fürst in Ge-birgen herrschte, so nannten ihn die Araber Scheich al-Dschcbal d. i. Fürsten der Gebirge, was die Abendländer,wiewohl unrichtig, übersetzten: der Alte vom Berge ")
r°) AbuIfeda, a. a. O. S.
Wo noch mehrere idmaeliiischc Bur-gen genannt werden.
11) ^ N i> I k c L L ^.im. 2b
nr. r>. Zii. „NN Jahr 4YI. (n. Chr.ioy8.) Äcmaleddin in den Zn-sisten zum crne» Theil dieser Es-
s,hi,hie !n den Bcylagen diesesLhcilS.
12) 1,10. Ue virr. a. a. 2 . Die An-zahl der Assasinen soll zu seiner Zeitmehr alS vierzig tausend betragenhaben.
ig) Nach dem Beispiele Marc»