ag,r Geschichte der Kreuzzüge. Buchll. Kap. XVL'
gypten als den rechtmäßigen Nachfolger des Propheten anund als den Imam und Stellvertreter Gottes, in welchemdas Bild der Gottheit sich offenbare, und übernahm selbstfür ihn das gefahrvolle Amt eines Dai oder Anffordcrers derGläubigen zur Anerkennung seines Rechtes und zur Empörrung gegen seine Feinde, die Abbasiden. Nacbdem er denDienst desRcijis Abdorrizak Bahrain, bey welchem erSchrci-her war, verlassen, durchzog er als Dai zuerst die nördlichenProvinzen von Persien; begab sich aber hernach an den Hofdes Chalifen, in der Hoffnung, der Belohnungen theilhaftigzu werden, welche er dadurch zu verdienen meinte, daß erso eifrig wirksam für die Erweiterung des Ansehens der Nach-kommen Ali'S war. Diese Hoffnung schien anfangs nichttrüglich; Hassan erlangte die Gunst des Chalifen, gewannschon in Aegypten zahlreiche Anhänger seiner Lehre und rech-nete auf den baldigen Besitz der höchsten Ehrenstellen. DasGlück aber, dessen er genoß, erweckte ihm bald viele und mäch-tige Feinde, welchen es gelang, ihn dem Chalifen verdächtigzu machen, so, daß Mostanscr es ihnen gestattete, den Has-san aus Aegypten zu entfernen. Sie sandten ihn auf einemfränkischen Schisse nach der Küste von Nordafrika. Diesetiefe Kränkung schwächte dennoch Hassans Eifer für den fati-mitischen Chalifen nicht; die Flamme seines Hasses gegen dasHaus Abbas unterhielt das Feuer seiner Begeisterung fürMostanscr, und nachdem er nach vielen wunderbaren Aben-teuern über Syrien nach Persien zurückgekommen, verkün-digte er wieder mit gleichem Eifer, wie zuvor, das Hohe-priesterthum des Mostanser und entstammte die Gläubigenzum unversöhnlichsten Hasse gegen das Haus Abbae und des-sen Verehrer, sieben Jahre lang nicht nur Persien , sondernauch Chorasan und MawarannaHar bis nach Kaschgar Hin