König Balduin I.
für eine kurze Zeit der Verbindlichkeit zur Bezahlung einesjährlichen Zinses, welche jene ihnen auferlegt, sich entzogen.Zugleich beschränkte die innere Unsicherheit ihrer Herrschaftin manchen syrischen Städten ihre Unternehmungen, nochabgesehen von den Hindernissen, welche in der Persönlichkeitdes einen oder andern Fürsten begründet waren. Ein gro-ßer Theil der Muselmänner in dem Lande, über welches siegeboten, war ihnen noch weniger treu und ergeben, als denchristlichen Rittern ihre muselmännischen Untcrthanen. Diealte Parteyung der Muselmänner über die Zurücksetzung Ali'snach des Propheten, des Vaters seiner Gattin Fatime,Tode, und die Ermordung Ali's und seiner beiden Söhne,besonders des edeln Hossein, der auf der Ebne von Kerbel«im Kampfe wider die von den Anhängern des Hauses Om-majah gesandten Mörder einen Heldentod gestorben, äußerteauch unter den türkischen Emirs ihre der Herrschaft der Mu-selmänner überhaupt so verderbliche Wirkungen. Viele ih-rer Untcrthanen ließen den in ihren Gemüthern festgewurzel-ten Haß gegen das Haus Abbas, welches die mit dem BluteAli's und Hosseins befleckte Herrschaft der Ommajaden eben-falls durch Mord und Blutvergießen an sich gebracht, nichtfahren. Denn diesen Haß hatten sie ihren ehemaligen Herren,den Chalifen von Aegypten, die sich für Nachkommen desermordeten Ali und Erben seiner Ansprüche auf das Ober-priestcrthum ausgaben, gelobt. Sie trugen aber gleich wü-thcnden Haß gegen die Türken, welche die Chalifen zu Bag-dad aus dem Hause Abbas als die rechtmäßigen Nachfolgerdes Propheten ehrten, in Syrien die Herrschaft der fatimistischen Chalifen unterdrückt hatten, und überhaupt die An-hänger Ali's bekämpften. Darum fanden auch die Dai'soder die heimlichen Verbreiter der Lehren solcher schwärme-