König Balduin l.
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WennAskaloir auch den Kreuzrittern noch unbezwinglich Belage-
rung
schien, so wagten sie doch die Belagerung von Tyrus, dereinzigen Seestadt zwischen Laodieea und Askalon, welche sienoch nicht bezwungen. Als eine Insel ringsum vom Meereumgeben, und von drey Mauern ringsum eingeschlossen, wardiese Stadt noch immer, wie im Alrcrthum, im Ruhme derUnbczwinglichkeit, aber keine Schwierigkeit schreckte den ho-hen Much des Königs Balduin von der Ausführung des ein-mal gefaßten Entschlusses ab. Im zweytcn Jahre nach der 2. nir.Eroberung von Sidon entbot er alle Männer des Reichs zurHeerfolge, um Tyrus zu bcrennen; auch alle Schiffe, so-viel in den Häfen vorhanden waren, wurden versammelt;bcy dem Kaiser Alexius suchte Balduin um die Hülfe einergriechischen Flotte nach, doch vergeblich. Die Tyrier aber,als sie die Rüstungen der Franken vernahmen, ersuchtenden Athabek Togthckin, daß er ihnen Hülfe senden undihre kostbarsten Güter in Damaskus aufnehmen möge, wo-für sie ihm zwanzig taufend Byzantien zusagten; auch ge-wannen sie den Rcinfried, einen vornehmen königlichen Rit-ter, mit tausend Byzantien, daß er gelobte, ihre Güternach Damaskus zu geleiten. Reinfried aber, ein leichtferti-ger Mann, welcher sich nicht verbunden wähnte, den Heidensein Wort zu halten, vcrrieth die Zeit, wo er die LyrischenWagen und Camele nach Damaskus geleiten werde, dem Kö-nige, worauf die Wache der Tyrier in der Stille der Nachtaus einem Hinterhalt von einer Schar christlicher Ritter undFußknechte plötzlich überfallen, größtentheils erwürgt undder Schätze beraubt wurde. Der König, den Antheil an sounrühmlichem Raube verschmähend, schenkte die ganze Beute
den Saracenen getödtet wurde, über seiner Freundschaft mit den Christen,wohl aus andrer Ursache, als wegen wie jener Schriftsteller meint.
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