2ir Geschichte der Krcuzzüge. Buch.II. Kap. XV.
wagte; der König von ihrem Beginnen unterrichtet, ent-fernte zu rechter Zeit den Thurm. Umsonst war ihr Mord-anschlag gegen den König. Einige reiche Sidonier beredetendurch große Versprechungen einen christlichen Araber inBalduins Gefolge, welcher in der Taufe des Königs Namenempfangen und sein ganzes Zutrauen sosehr gewonnen hatte,daß er allein ihn auf den geheimsten Wegen begleitete, dieEr-mordung seines Gebieters zu übernehmen. Der König aberwurde von einigen Christen in Sidon durch einen Brief ohneUnterschrift, welchen sie an einem Pfeil ins christliche Lagerwarfen, vor den Tücken des falschen Günstlings gewarnt;dieser bekannte in der Versammlung der Ritter sein Verbre-chen und endigte nach dem cinmüthigen Urtheilsspruch allerAnwesenden am Galgen sein Leben. Daraus erkannten dieSidonier ihr unvermeidliches Schicksal, und übergaben nachsechswöchentlicher Belagerung die Stadt. Den Kriegsmän-nern wurde vom Könige Balduin nach gepflogenem Rath mitdem Könige Sigurd, dem Grafen Bertram und andern an-gesehenen Rittern der Auszug nach Askalon gestatttt; dasarbeitende Volk der Saracenen, besonders die Ackerbauer,durfte in der Stadt bleiben. Hierauf verlieh König Bal-duin die Stadt Sidon an den hochverdienten Ritter EustachGrenier, Herrn von Casarea, und die Ritter des gelobtenLandes begaben sich, erfreut über das Gelingen dcö Unter-D-c. nehmens, nach Hause'").
Sigurd aber und seine nordischen Pilger fuhren vonSidon nach Constantinopel, wo sie für ansehnliches Geld ihreSchiffe an den Kaiser Alexius verkauften, und Sigurd ver-siattete dem Kaiser für reiche Geschenke, aus seinen Normän-
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