König Balduin I-
Olaf zu Drontheim angesehen werde, auch unter Bcystandvon eilf vornehmen norwegischen Männern schwöre, dieseheilige Reliquie nur bei) St. Olafs Grabe verwahren zu las-sen , bey St. Olafs Münster zu Drontheim ein Erzbisthumzu errichten, den Zehnten an die Kirche im ganzen ReicheNorwegen cinzuführcn und selbst zu entrichten, endlich zur Un-terdrückung und Ausrottung der Heiden von Zeit zu ZeitHccrzüge zu unternehmen ^). Hierauf geleitete Balduinselbst den König Sigurd und seine Männer nach Jerusalem;die Geistlichkeit der heiligen Stadt in weißen Gewändernund ein großer Thcil des christlichen Volkes, zogen unter Lob-gesängen ihnen entgegen und führten sie in feyerlichem Zugein die Stadt. Während mehreren Tagen wurde der nordischeKönig von Balduin in seiner Pfalz stattlich bcwirthet, undzu allen heiligen Stätten hcrumgeführt. Dann ward imhohen Rathe der Ritter zuerst die Belagerung von Askalon,hernach aber die Belagerung von Sidon beschlossen, auchgelobt, nicht eher von dieser Stadt abzulassen, als bis siein der Gewalt der Christen sey.
Unverweilt lagerten sich der König Balduin und devGraf Bertram vor Sidon auf der Landscitc, und die nordi-sche Flotte schloß die Stadt zur.See ein. Obgleich dieägyptische Flotte bald zurück kehrte und die Sidouier sichselbst überließ, 'so verteidigten diese dennoch unverdrossenihre Stadt; aber vergeblich war alle ihr Thun. Umsonstversuchten sie den großen Thurm der Franken zu untergra-ben, welcher so weit über die Mauer hervorragte, daß vorden Steinen, welche ans den darauf.befindlichen Wurfma-schinen geworfen wurden, niemand in den Straßen zu gehen
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