-ro Geschichte der Kreuzzüge. Buchll. Kap. XV.
tische Flotte mit zahlreicher Mannschaft und furchtbaremKriegsgcrüste die von den Christen eroberten Seestädte be-drohte und die ankommenden Pilgerschiffe verfolgte, von denSaraccnen in Aekalon aber in der Abwesenheit des Königsund der meisten Ritter ein Angriff selbst auf die Burg Da-vids versucht wurde, den drcy hundert christliche Ritter,welche in der Eile aus Cäsarea, Rama und den andernStädten versammelt wurden , tapfer abwchrten. Nachdemdie nordischen Pilger vor Aekalon während eines Tagesvergeblich das Auslaufen saracenischer Schiffe erwartet, fuh-ren sie nach Joppe. Der König Balduin aber, als er ihreAnkunft vernahm, beschleunigte seine Rückkehr von Edeffa, ,begab sich nach Joppe, und bat den König Sigurd, daß erGott zu Liebe einige Zeit im heiligen Lande verweilen und den jChristen mit seinen Schiffen und Streitern wider die Ungläu-bigen zur Erweiterung des Reiches Christi bcystehen möge.
Der edle Nsrmann ffragt«! nicht, wie die gewinnsüchtigenWälschcn, nach dem Gewinn, wozu Gelegenheit scy, son-dern crwiederte redlich und frcy, er scy nur mit den Seinengekommen, um für den Heiland zu streiten, und fordertekeinen andern Lohn für sich und seine Männer als den Unter-halt, so lange die gemeinschaftliche Unternehmung daure,und ein Stück des allerhciligsten Kreuzes; doch ehe ein sol-ches Unternehmen begonnen werde, wollte er das heiligeGrab und die andern heiligen Stätten in Jerusalem schauen.
Der Patriarch war zwar anfangs nicht geneigt, von denUeberbleibseln des wahren heiligen Kreuzes zu veräußern, dochhernach willigte er ein, daß Sigurd zum Lohn für die Dienste,welche er dem Reiche Jerusalem leisten wolle, ein Stück des- !selben empfangen möge, doch unter der Bedingung, daßSigurd nur als der Uebcrbringer desselben an den heiligen