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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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sr6 Geschichte der Kreuzzüge. Buch H. Kap. XV.

von ASkalon; aber dort ward beschlossen, zurück zu kehren,weil doch nichts mehr im Lande zu plündern war, auch nichtzu erwarten siand, daß in dieser Zeit die Saracenen zumKampf hervorkommcn würden ^).

I. ehr. Als nun im folgenden Jahre eine zahlreiche Flotte vonVenctianern, Pisanern, Gcnucfern, Amalsitancrn undssol-chen, welche vom Seeraubc lebten, nach Syrien kam, be-schloß König Balduin, ernstliche Rache an Sidon zu neh-men, und zog mit dem heiligen Kreuze vor die Stadt.Wahrend die Italiener von der Secscite sie ängstigten, be-schoß er sie zu Lande mit solchem Eifer, daß er die Belage-rung nicht verließ, selbst als ihm gemeldet wurde, daß einereiche arabische Fürstin in Begleitung von nicht mehr alsfünf hundert streitbaren Männern, mit unzähligen Camclcn,Rindern und Schafen, jenseit dcS Jordans in den fettenTriften am Gebirge sich niedergelassen habe, sondern Wil-helm, dem Sohne Roberts deS Normannen, dicß Abenteuerübertrug, welches so reiche Deute versprach. Dieser voll-brachte es mit zwey hundert Rittern und fünf hundert zuFuß so glücklich, daß er nach einem tapfern Kampf, in wel-chem er nur zwey Ritter verlor, die arabische Fürstin undvier tausend Camcle nach Jerusalem brachte.

Mit Unwillen und Schmerz sahen die Pilger vor Sidonin einem Thurme der Mauer abtrünnige Wallbrüder ausdem Lande deS Grafen RaimundS von St. GilleS, welchezu den Saracenen übergegangcn waren und ihren Irrglaubenangenommen hatten, nicht nur gegen die Brüder kämpfen,sondern selbst daS heilige Kreuz verspotten, indem sic auf derSpitze ihres Thurms ein Kreuz errichtet, daS sie durch jede

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