König Balduin I.
2IZ
Die italienischen Seefahrer hatten den Ruhm der Ta-: Berags-pferkeit und Geschicklichkeit, mit welchen sie Akka, Tripolisund Berytus gewonnen, durch Treulosigkeit und Grausam-keit getrübt; der Ruhm des frommen Heldenmuths der nor-männischcn Pilger, welchem das neue Reich nach einer müh-vollen vergeblichen Belagerung endlich den Besitz von Si-don verdankte, ward durch kein Verbrechen verdunkelt.
Schon im Jahre 1107 boten sieben tausend Pilger aus 2^ asr.England, den Niederlanden und Dänemark, welche aufvielen Buzen oder breiten Schiffen^) ankamen, um amheiligen Grabe zu beten, dem Könige ihre Hülfe zu irgendeiner Unternehmung zum Nutzen und Frommen des heiligenLandes an, und der König, der Patriarch und die Baronebeschlossen, dadurch ermuntert, auf einem Tage zu Ramlahdie Belagerung von Cidon, weil aus dieser Stadt die Sa-raccnen den Christen vielen Schaden zufügtcn. Schon warvierzig Tage lang zu Alka am Belagerungszeug gcbauet,schon waren die Ritter und Vasallen des Reichs Jerusalemzum Waffendienst vor Sidon aufgeboten worden, als. dieSidonicr dem Könige heimlich fünfzehn tausend Byzantienfür den Frieden boten; und Balduin, welcher damals,wie oft, großen Geldmangel litt und von seinen Rittern,denen er den Sold schuldig war, hart gedrängt wurde,nahm ihr Anerbieten an, so sehr er auch die Mißbilligungder Pilger scheute. Er gebrauchte aber den Tod des GrafenHugo von Liberias, welcher um diese Zeit von den Türkenerschlagen ward, zum Vorwände, um die Hoffnung der Pil-ger zu täuschen« Als Balduin die fremden Pilger, welche
40) das, ihre Ges,alt den Tonnen gleiche
le.nr. S. D II 6 z II x c V. Un-SL, und von dieser Gleichheit ihr NameN'o aus Speimann angeführt wird, al'geleiret se».