König Balduin I. 2ir
von den muselmännischen Geschichtschreibern entschuldigtwird. Nach der Erzählung des berühmten Sultans vonHama, Abulfeda, zogen nur einige Gläubige, noch che Tri-polis von den Franken genommen war, vermöge eines beson-der» Vertrages mit den Christen, nach Damaskus ab; dieStadt aber wurde im Srurme von den Franken erobert, unddiese übten in der Ermordung der Gläubigen,nichts als dasRecht des Krieges ^). Wenn wir dem Berichte eines an-dern muselmännischen Schriftstellers glauben dürfen, sowütheten die Franken nach der Eroberung von Tripolis gegeneine reiche arabische Bibliothek mit demselben fanatischen Zer-störungscifcr, mit welchem einst die Araber in Aegypten undPersien die Werke der alten griechischen und persischen Litera-tur vernichteten. Ebn Ammar und die Kadis aus seinemGeschlechts vor ihm sollen zu Tripolis eine Bibliothek gesam-melt haben, welche zur Zeit der Eroberung der Stadt durchdie Franken die fast unglaubliche Zahl von drey MillionenBände umfaßte. Hundert besoldete Abschreiber, von wel-chen dreyßig weder bei) Tage noch bey Nacht die Biblio-thek verlassen durften, sollen beständig mit dem Abschreibenvon Büchern beschäftigt gewesen seyn, und in allen Ländernhatte der Kadi seine vertrauten Männer, welche die vorzüg-lichsten Schriften für ihn kauften. Als nun unglücklicherWeise ein Priester des Grafen Bertram von St. Gilles zuerstden Saal der Korane untersucht und nichts als Korane ge-funden, so sollen auf sein Wort, daß die Bibliothek nichtsals die Schriften des arabischen Lügcnpropheten enthalten,
Z7) I> II 11ea. ^,, 1 !,. ,n,»l. 1'. III. Ebn Fcr a l anfübtt. S. iriemoi-x. 370 . ad LII. 20Z. HZ xeo-i'anlii^iics ec IiistoiiHiie«
sin' I'Ll^xie erc. xar Lc. >)iiarrs-i»ere. '1'. II. S. Z27.
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38 ) 2<ll>ia Ebn Abi-Lni. welchen