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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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König Balduin I.

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damit sie unabhängig von jeder fremden Macht und nur ih-ren eigenen Gesei Hmterthan des Verkehres mit den christ-lichen und muselmättnischen Handelsplätzen am arabischenMeerbusen, am mittelländischen Meer, im Innern von Asienund in Aegypten möchten warten können. Denn ihr Han-belsgcist unterschied nicht Freunde und Feinde, nicht Gläu-bige und Ungläubige.

In den Belagerungen und Eroberungen der syrischenSeestädte erschienen die Venctianer an berechnender Klugheitden andern Italienern sehr überlegen. Die Pisaner und Ge-nueser, deren Schifffahrt bisher zumeist nur Seeräubcreygewesen war und ihnen vornehmlich zur Plünderung der Kü-stenländer des griechischen Reichs gedient hatte, wollten un-mittelbar bey der Eroberung jeder Stadt gewinnen, und zo-gen dadurch, daß sie mehr als ein Mal gegen geschlossenenVergleich die übergebenen Städte plünderten und die musel-männischen Einwohner erwürgten, um ihres Rcichthumssich zu bemächtigen, selbst den Abscheu und die Verachtungder Christen sich zu. Die Venctianer dagegen erwarteten denVorthcil von der Zukunft, und von ihrer ersten Seeuntcr-nehmung noch zur Zeit des Herzogs Gottfried, auf welchersie, wie oben berichtet worden, zur Belagerung von Chaifahalfen, brachten sie wenigen andern unmittelbaren Gewinnnach Hause als die Gebeine des heiligen Bischofs Nicolausvon Myra und zweycr seiner Vorgänger in seinem Bisthum,welche sie zu Myra entdeckten ^).

So wichtig auch der Besitz von Askalon war, als dem Ecobe-gewöhnlichen Sammelplatz der ägyptischen Macht, welche ^alljährlich das Reich Jerusalem beunruhigte, so wagte Bal-duin doch die Belagerung dieser festen Stadt noch nicht, son-

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