!8r Geschichte der Kreuzzügc. Buch II. Kap. XIV.
tugendfamcn Ritters, der keinem Abenteuer ausgewi-chenin der Kirche der heiligen Jungfrau im Thal Jo-saphat beygcsetzt, unter den Thränen des Königs und allerRitter, vornehmlich der edeln Gattin des Grafen Balduinvon Ham "), deren treuer Gefährte und Beschützer auf derPilgerfahrt er gewesen. Am dritten Tage nach dem Begräb-niß aber sandten die Askaloniten dem Könige auf sein Be-gehren das Haupt des Ritters zurück, mit einem an denHaaren desselben befestigten Briefe, worin sie dem Königemeldeten, daß sie ihm das Haupt Arnulfs nur zurück sen-deten, um seinen Schmerz über den Verlust des trefflichenRitters zu erneuern und ihm zu beweisen, daß sie die Ver-wüstung ihres Landes für gering achteten gegen den Tod ei-nes so tapfern Mannes ^).
So sehr der Verlust eines Waffengenossen die übrigenKreuzritter betrübte, so wurde gleichwohl kein Ritter hochgenug geachtet, um mit der Zurückgabe irgend einer Stadtoder Burg von den gewonnenen an die Ungläubigen ihn ausder Gefangenschaft zu befreycn; auch darin war des HerzogsGottfried Benehmen das Muster Balduins. Gleichwie einstGottfried von Arsuf sein mitleidiges Ohr gegen das Flehendes edeln Dulders Gerhard verhärtete, also ließ sich auchBalduin nicht bewegen, den tapfern Gervasius, welchernach Hugo's Tode mit Liberias belehnt worden ^), durchdie Uebergabe christlicher Städte an die Türken aus den Fes-seln zu erlösen. Der Ritter Gervasius war im hitzigen und
AZ) yui numguom sk aUgua mi- Schloß in der Landschaft Verman-lilari amioue -inietn-e Imiäo lieeli- doch) oder Hennegau gemeint sey,navtr. LIK. Lg. IX. §2. »vage ich nicht zu bestimmen.
S4) Oomiris LLlde^sini 8 -emai- AL) LIK. Lg. a. a. O.
vornm. LIK. Lg. Ob Han, (ein Zs) LIK. Lg. X. 7.