König Balduin I.
verborgenen Mohren so heftig, daß er blutend zur Erde sankund die Ritter wähnten, er werde nicht wieder erstehen.Gleichwie aber der verwundete Löwe durch den Anblick desaus der Wunde fließenden Blutes gereizt, nur unerschrocke-ner und muthiger zum Kampfe stürzt, also entflammte dieMeinung vom Tode des Helden nur noch mehr den Muthder cdeln Kreuzritter, welche, um sein Blur zu rächen, nunMit so unwiderstehlicher Heftigkeit gegen die Ungläubigenandrangcn, daß diese bald die Flucht ergriffen. Wie wur-den die Ritter erfreut, als sie nach erkämpftem Siege zumKönige zurück kehrten und sahen, daß er noch lebe. Sietrugen ihn auf einer Tragbahre nach Jerusalem, wo diePflege geschickter Acrzte ihm bald seine vorige Kraft wie-dergab ^).
In solchen Abenteuern trat die Heldenkraft der einzelnenKreuzritter am glänzendsten hervor, und zusammenhängende,nur mit einer großen Zahl von Streitern ausführbare Unter-nehmungen waren den wenigsten von ihnen angenehm; sowenig auch für die Befestigung der christlichen Herrschaftüber die geheiligten Stätten des gelobten Landes mit einzel-nen noch so tapfer bestandenen Abenteuern gewonnen wurde.Balduin selbst gab seiner Lust an Abenteuern oft zu sehr nach,mehr, denn ihm als König geziemte; denn die Beraubungarabischer Kaufleure oder die Verwüstung des Landes umAs-kalon waren keine königliche Unternehmungen.
lg) l c Oarn. rst a. 110Z,c»x. ig. lVg. IX. 2,. 22. Der
letztere gibt die ausführlichste Erzäh-lung. Wilhelm von Tyruü istso wieder .-Viion. II. (x. 6 yo.) Mil-chern gefolgt, doch mir dem Zusatz,
daß der König von einem Musel-mann scy verwundet worden, alser von einer vergeblichen Belagerungder Stadt Alka über Cäsarea heim-gekehrt sc,,.
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