König Balduin I. 177
dennoch schon am folgenden Tage wider die damascenischcnTürken auszichen, welche auf Antrieb der Beduinen Araberam rothen Meere innThale Mosis ein Schloß befestigten/ umden christlichen Kauflcuten den Weg verwehren. Darumwar die angestrengteste Aufmerksamkeit vonnöthen. DerKönig Balduin/ Tankrcd und Graf Balduin von EdessaWaren bemüht/ das Land zu beschützen durch die Wiederher-stellung verfallener Burgen und durch die Anlegung vonneuen Schlössern auf den Spitzen der Gebirge/ deren Thälerden Stammen räuberischer Araber/ welche mit ihren Heer-de»/ wie sie seit undenklichen Zeiten gewohnt waren/ dassyrische Land durchzogen/ oder kühnen Türkcnhorden alssichere Schlupfwinkel dienen konnten. Durch solche Schlössersuchte Balduin vornehmlich die Straßen zu sichern/ aufwelchen Pilger oder Kaufleute zu ziehen pflegten; er bautedas Schloß Arnulfs zum Schutze des Weges zwischen Ram-lah und Jerusalem und durch das Schloß St. Abraham amtodttn Meere sicherte er den Weg der Kaufleute nach denMarkten von Arabien und Aegypten ^). Auf andern Berg-spitzen waren Wartthürme errichtet/ wo unermüdet dieWächter spähten. Selbst im Innern der christlichen Srädtewaren gefährliche Feinde. Die saracenischen Einwohnerwurden niemals getreue Unterthanen; in Antiochien hatten/nicht ohne Verschulden der lateinischen Christen/ wie selbstein Canzler von Antiochien/ ein billiger und gerechter Mann,gesteht/ die Ritter noch unter dem Könige BalduinII./ Bal-duins I. Nachfolger/ mehr die Muselmänner in der Stadtzu fürchten/ als die feindlichen/ wider welche sie stritten^),
26) S. -4.11z. X. iz. Z 2 .
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H. Band.
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