i;6 Geschichte der Kreuzzüge. Bull) II. Kap. XIII.
Cl»-. qes mit fünf Rittern durch eine Ocffnimg der Mauer aus
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Rama/ um über das Gebirg nach Jerusalem zu entkommen.
Nach der Erzählung des Erzbischofs Wilhelm von Tyrusvon der Errettung des Königs aus Rama / welche zwar Keykeinem der gleichzeitigen Schriftsteller sich findet/ aber den-noch glaubwürdig ist/ verließ den sonst kühnen und tadello-sen Helden in jener Gefahr nicht nur Muth und Beson-nenheit/ sondern selbst die Treue gegen seine Waffcngenosscn/welche für ihn bereitwillig sich aufopferten. Er wußte dieGefahr/ aus welcher er sich rettete/ voraus/ und überließderselben jene cdeln Ritter/ wie es einem Christenhelden nichtgeziemte. Denn in der Nacht soll ein arabischer Emir/ des-sen Gattin im vorigen Jahre als Gefangene der Christen vonBalduin menschenfreundlich behandelt worden/ vor Ramagekommen seyN/ den König gerufen und ihm kund gcthanhaben/ daß am Tage die Saracencn in großer Zahl vor dieseStadt kommen würden. Worauf der Araber den König bisan das Gebirg geleitet und dort verlassen haben, soll/ um un-bemerkt zum saraccnifchcn Heere zurückzukehren
Balduin aber irrte/ des Weges nach Jerusalem unkun-dig/ mit seinen wenigen Rittern/ ohne sich selbst durchSpeise und ihre Rosse durch Futter erquicken zu können/ imGebirge herum/ bis er endlich / nachdem er im Kampfe miteiner heidnischen Schar selbst verwundet worden/ sich ent-
24) Willi. g'z-r. X. 21. Dgl. Mitv. 11. W i l h c l IN v 0 n T y ru s gibtzwar zur Entschuldigung des Kö-nigs an, das; eine größere Zahl dieAufmerksamkeit der Feinde auf sichgezogen haben würde (nc forie, siinijores nirliar tialicioi, Iiostinmin so aonclraret axcerciinw). Aber
die Zahl der Ritter, welche nachRama geflohen waren, war ja nurgering, und warum versuchten auchsic nicht dann wenigstens, sich ausder gewissen Gefahr zu retten? War-um sollte auch nicht dem HeldenBalduin einmal begegnet seyn, wasmanchem Helden begegnete?