König Balduin I.
Kampfe mitzunehmen unterließ '^). Denjenigen, welche J^Chr.ihm riethen, genauere Kundschaft von den Feinden, unddie Ankunft der Ritter des Reiches abzuwartcn, antworteteer mit Hohn: „ Gehe nach Bonrges, wenn du dich furch-test", sprach er zum Ritter Arpin von Bourges, als dieservor Uebereilung ihn warnte; und da Stephan von Bloisihn abmahnte, noch nicht mit den Heiden zu schlagen, stießer die übcrmüthige Rede aus: „Auch wenn ihr alle nichtmit mir wäret, so sollten die Heiden dennoch meinemSchwerte nicht entfliehen " Als aber Balduin, wel-cher von seinem Ucbermukhe nicht ablassend den klebrigenvoraneilte, plötzlich das große muselmännische Heer und dieAethiopier mit ihren furchtbaren spitzigen Streitkolben er-blickte, da fiel sein Uebermuth. Die kleine Zahl der Chri-stenhelden begann nun zwar muthig den Kampf; aber sieunterlag bald der Menge der sie umringenden Heiden. Nach-dem Hugo von Lesenais, des Grafen Raimund Bruder,Stabulo des Herzogs Gottfried Cämmerer, Gerhard vonAvcsncs, der muthige Dulder, und viele andere Ritter alsMärtyrer gefallen waren, da nahmen die übrigen in Ver-wirrung die Flucht. Fünfzig Ritter, unter ihnen die bcy-dcn Stephans von Burgund und Blois, der StallmeisterConrad, Philipp von Bulon, Lithard von Cambiay, flo-hen mit dem Könige nach Rama und verschlossen die Thorc.
So übermüthig Balduin vor dem Kampfe gewesen war, sokleinmüthig ward er jetzt. Sich in Rama nicht sicher wäh-nend, eilte er auf seiner Easclle in der Frühe des andern Ta-
12) Orrreem vominioam yrioyne» ^Viron. II. x. 582 . Vgl. rilltencnins prLesrLiniL Kotes eonlunäe- 2 !nm. 17.
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