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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
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König Balduin I.

Cappadocien, wo noch das Blut der erschlagenen Wallbrü-3-^^'der rauchte. Das Heer des Grafen Wilhelm von Ncvers,welches funfzehntausend streitende französische Pilgerzählte, ohne die unzählbaren Weiber, war auf dem Wege,welchen bey der ersten Wallfahrt viele französische Kreuzfah-rer genommen hatten, durch Italien nach Brundusium gezo-gen, um aus diesem Hafen nach Aulon oder Valona ander griechischen Küste überzufahren. Dann zog dieses Heer,nicht durch große Zahl zum Uebermuth gereizt, ohne Aus-schweifungen wie die bisherigen Scharen der Wallbrüder zubegehen, aber auch ohne durch die Nachstellungen griechischerTruppen gefährdet zu werden, über Thcssalonich nach derKaiserstadt. Der Graf Wilhelm hielt in seinem kleinen Heeredie strengste Ordnung, jede von einem Wallbrudcr wider ei-nen Einwohner des Landes verübte Gewaltthätigkeit wurdemit Todesstrafe geahndet. Dennoch aber verlangte der Kai-ser Alexius, so günstig er auch den Grafen deshalb aufnahm,schon nach drey Tagen von ihm, daß er mit seinem Heerenach der asiatischen Küste übergehen möge, und Wilhelmwar auch darin willfähriger als die andern Fürsten der Pil-ger gewesen waren. Wahrend der vierzehn Tage, in welchenum die Zeit des Johannistages die Wallbrüder an der asia-tischen Küste in ihrem Lager nahe bey der marmornen Säule,auf deren Spitze ein vergoldeter Widder glänzte, ruhten,war nicht nur der Graf Wilhelm täglich am kaiserlichenHofe in Constantinopel und wurde mit Geschenken von Ales

L 7 ) Oe lern, er rcxno OccräentL-11s I'iAliciae lei i b. g>. Vlll. r;.),in Gegensaß gegen Oriineia Orieir-talis, den Namen von Deutschland.

L8) VallonL bey Albert ist auch derictnge Name von Aulon, welchesauch wohl ^vclluinr bey den latei-nischen Schriftstellern deS Mittelal-ters heißt.