12! Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Kap. XII.
I. Ehr. gefährlich uud unausführbar war, und suchte sie zu bereden,daß sie auf dem Wege der ersten Pilgcrhccre durch Klclnasicnund an der Meeresküste von Syrien nach Jerusalem ziehenund gemeinschaftlich mit den dortigen Pilgern die Ungläubi-gen bestreiten möchten. Es jammerte ihn des Elendes, wel-chem ein so zahlreiches Heer entgegen ging Denn soviele Wallbrüder auch auf dem Wege durch Bulgarien ihremGelübde untreu geworden waren ^), so war die Zahl desHeeres doch noch sehr groß. Die Kreuzfahrer aber gaben desKaisers Ermahnungen kein Gehör, und unkundig der türki-schen Art zu streiten, welche in den gebirgigen und waldigenGegenden, welche sic zu durchziehen hatten, ihnen noch ge-fährlicher war, als in der Ebne, blieben sie mit Hartnäckig-keit bey ihrem Vorsatze. Hierauf riech Alexius ihnen, wieden vorigen Heeren, bey Constantinopel die Ankunft der an-dern Pilgcrheere aus Deutschland und Frankreich abzuwarten,auf daß sie mit desto größerer Zahl den Kampf wider dieUngläubigen bestehen möchten, und vcrstattete ihnen, sichan der Küste des Meerbusens vom heiligen Georg zu la-gern , wo auch der Held Gottfried mit seinem Heere gelagertgewesen. Einen Raum von drcy Meilen nahmen ihre Zelteein, und zwey Monate lang harrten sie der Ankunft anderer
LZ) Nach ^nna Lomn. LIcx.IN). Xl, x. ZZI. hundert Tausend zuFuß und fünfzig Tausend zu Noh.LieitoNarci z>. 516. gibt fünfzigTausend im Ganzen an.
Lg) Liebeln x. 526. „In Lni-gariae otvitatiinis . . . raiesceieLoexernnt.
2 -) Bey den Byzantinern hießdieser Meerbusen der cerati Ni-
sche Meerbusen oderyi^Li-ox.d. i. Meerbusen des Horns,wahrscheinlich von der hornähnlichenGestalt der Stadt Constantinopel. S.I>n Längst Lonslanr. Lirrist.Lid. I. x. z. Bey den Lateinernerhielt er den Namen des Meerbu-sens vom heil. Georg von dem Man-gancn - Kloster, welches dem heil.Georg geweiht war. vn 6 angtiLaust. Lirrtrt. L. IV. I>. 124.