ioc Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Kap. XI.
2- Cbr. Worten zuerst, daß die Kirche zu Jerusalem selbst alle die
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Ritter unterhalten sollte, welche sie so wie die Pilger gegendie Ungläubigen beschirmten , dann, daß der Patriarch we-nigstens vierzig Rittern den Sold bezahle. Dagobert verloralles dadurch, daß er nichts aufopfern wollte. Denn auchdie letztere billige Forderung wollte er nicht bewilligen. Einebessere Gelegenheit konnte aber nicht leicht seinem erbittertenFeinde Arnulf sich darbicten, um den Haß Balduins aufdas heftigste zu entzünden; die fröhlichen Mahle, welche derLegat und der Patriarch oft mit einander hielten, stellte erdem Könige als schändliche Schwelggelage dar, in welchensic die zu heiligem Gebrauche bestimmten Gaben frommerChristen verpraßten, und versprach dem Könige, ihm Gele-genheit zu verschaffen, daß er mit eignen Augen dieß A'crgcr-niß aller Pilger sehe. ' Eines Tages, da die beydcn Pfaffennach ihrer Gewohnheit fröhlich mit einander an leckererSpeise sich vergnügten und reichlichen und köstlichen Weintranken (denn beyde liebten den irdischen Genuß), trat derKönig mit einigen Rittern an dem Orte, welchen Arnulfihm angczeigt hatte, mitten unter sie, und es kam zu hefti-gem Wortwechsel. Der König verwies cs dem Patriarchenmit harten Reden, daß er, wahrend alle Pilger in beständi-gen Gefahren für das heilige Grab kämpften und unter denSorgen fast erlägen, in Ueppigkeit und Bequemlichkeit die.Gaben der Christen verprasse, und verlangte, der Patriarchsolle, wenn er auch nicht selbst Antheil an den Gefahren neh-men wolle, doch mit dem Kirchengute lieber die kämpfendenRitter unterhalten, als es verschweigen. Als Dagobert aufdiese Rede mit Trotz antwortete, daß der König darum sich»licht zu kümmern habe, indem nach dem Ausspruch der hei-ligen Schrift die Diener des Altars auch vom Altar leben