. Cl,r. Es ist unbekannt, ob schon zu jener Zeit ein geheimesEinvcrständniß zwischen dem Legaten und dem PatriarchenStatt gefunden habe, und ob die Strenge, mit welcherMoritz gegen Dagobert verfuhr, nur scheinbar gewesen sey.Denn bald hernach wurde kund, daß beyde in enger Ver-traulichkeit mit einander lebten und oft an entfernten Ortenmit einander Gelage fcyerten, wovon, wie wir berichtenwerden, der König selbst Augenzeuge wurde
Wahrend des Winters unternahmen weder Araber nochTürken irgend einen Angriff gegen das schwache und durchvielen Hader zerrüttete Reich. Die Pilger freuten sich mitdankbaren Herzen der Gnade Gottes gegen seine Auserwähl-ten, welche dadurch sich offenbare, und harrten mit Sehnsuchtdes Osterfestes als der Zeit der Ankunft neuer Pilger.
Das Osterfest war glänzend durch die zahlreichen Ge-sandtschaften aus den benachbarten muselmännischen Städten,Arsuf, Tyrus, Askalon, Akka und andern, welche um dieErneuerung der mit Gottfried aufgcrichteten Verträge batenund ansehnliche Geschenke brachten. Allen andern Städtenverwilligte Balduin ihr Gesuch, und gab ihnen bis zumnächsten Pfingstfest Frieden; aber die Geschenke und das Ge-such derer von Arsuf nahm er nicht an
Aber die Hoffnung auf die Ankunft vieler Pilger ausder Heimath am heiligen Grabe wurde nicht erfüllt. Denndie zahlreichen Heere der Wallbrüder, welche für diese Meer-sahrt das Kreuz genommen hatten, wählten einen andernWeg. Einzelne Pilger wagten nicht auf dem Wege zu Landzu ziehen, weil diesen die Treulosigkeit der Griechen und dieFeindschaft der Türken unsicher machte, und auf dem Meere
4) Nur Albert von Aix berichtet L) IN. VII. Li.oon diesen Hiindel» VII, 46-2i,