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85 Geschichte der Kreuzzüge. Buch II. Kap. IX.
Joppe durch Sturm zu einer saracenischen Insel verschlagen,einige Zeit in der Gefangenschaft geblieben war, mied er seitjener Zeit den Umgang mit ihr, unter dem Vorwände, daßer ihrer Treue nicht mehr sicher sey ^).
In seinem Vatcrlande hatte Balduin, ehe er das Kreuzgenommen, manche gefahrvolle Fehde geführt und war selbstin die harte Gefangenschaft des Grafen Robert von Mortaingerathcn, aus welcher ihn, wie die Legende berichtet, einWunder des heil. Firmatus befrcycte. Denn als Balduinfür seine Befrcyung die Hülfe des Heiligen angeflchct, er-schien ihm derselbe im Traume und gebot ihm, am andernLage an seinem Grabe in der Kirche des heil. Ebrulf dieMesse feyern zu lassen. Zu derselben Stunde, wo das Brotgebrochen wurde, zersprangen die Fesseln, ohne welche demGrafen nicht erlaubt worden war in die Kirche zu gehen,mit großem Geräusche. Der Graf Robert, diesem Wundernicht trauend, legte seinem Gefangenen noch schwerere undfestere Fesseln an, um die Wunderkraft des heil. Firmatusauf die Probe zu stellen, indem er gelobte, wenn das Wun-der sich wiederhole, der Befreyung Balduins nicht mehr zuwiderstehen. In der folgenden Nacht erschien wiederum derHeilige, gebot dem Grafen, am andern Tage zu beten, wiedas erste Mal, und auf dieselbe Weise und zu derselbenZeit zersprangen die Fesseln Balduins wie zuvor ").
So groß auch die Tugenden Balduins waren, so be-harrten dennoch Tankred, der Patriarch und alle von ihrerPartey in ihrem Widerstand, und Balduin konnte daher
g) VnrU. VII. 4Z. Doch
Hatto Balduin auch andere Gründe,um seine armenische Gemahlin zuverstoßen. Davon weiter unten.
io) Vrla L. Luiliellni Isirmalianct. Lrepimno Iteäouensi idixisa.im U-aueil äes Ilislor. olc, D. XIV.S. go.