Die neuen Pilger, begleitet von denen, welche durchlänger» Aufenthalt die heiligen Stätten kannten, betrachte-ten alle Heiligtümer in heiliger und frommer Andacht, küß-ten den heiligen Boden und überließen sich überall den won-nevollen Erinnerungen an die Wohlthaten, welche auf die-sen Stätten das menschliche Geschlecht unmittelbar von Gottempfangen, mit solcher Inbrunst, daß nur die brennendeSehnsucht, alle heiligen Oerter zu sehen, die Pilger ver-mochte, ihren Wanderstab weiter zu setzen Am vier-ten Tage zogen alle Wallbrüder nach Bethlehem , durch-
wachten freudenvoll die Nacht der Geburt des Heilandes inder Hole, wo die heilige Jungfrau dem schreyendenKnäblcindie heilige Brust gereicht, und betrachteten mit frommer Ge-nauigkeit diese wundervolle Höle, so wie die Krippe, wel-che dem göttlichen Kinde zur Wiege gedient hatte Umdie dritte Tagesstunde kehrten sie nach Jerusalem zurück, undnachdem noch mehrere Tage unter mancherley Handlungenzur Anordnung des neuen Reichs und unter Genüssen derAndacht verflossen waren, traten die syrischen Pilger ihreRückkehr an, und zogen aus einem andern Wege, als siegekommen, über Jericho, dann neben dem Meere von Ga-liläa über Liberias, Nazareth, Eäsarea Philippi am Liba-non, Baalbek, Tortosa und Laodicea. Der Herzog Gott-fried begleitete die heimkehrcnden Pilger bis nach Pancas
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Abbildung dieser Grotte s. in denAnsichten dcS heil. Landes. LeipzigLgn. Th. II.