Herzog Gottfried.
schossen der heftig gegen die Mauer ansiürmcndcn Kreuzfahr J.Cl»-.rer durchbohrt. Die Tapferkeit der Saracenen widerstandauch dem heftigsten Angriffe, und der große Thurm von dreyStockwerken, in welchem dreyßig Ritter die Belagerten aufder Mauer bekämpften, wurde von dem griechischen Feuerergriffen. Das Feuer an spitzigen eisernen Haken, welchemit Oel, Pech und Werg versehen waren, geschleudert,hing sich selbst an den Stierhörncrn, mit welchen die Hür-den am Thurm bedeckt waren, um das Feuer abzuhaltcn.
Mit furchtbarer Schnelligkeit, durch welche die Anwendungaller Gegenmittel unmöglich wurde, bemächtigte sich dieFlamme aller drey Stockwerke, und die Ritter, welche indem Thurm waren, wurden ihr zum Raube; unter ihnenFranko aus Mechcln, einer der wackersten Ritter im Heere.
Durch dieses Unglück wurde der Herzog dennoch gezwungen,die Belagerung aufzuhebcn; er legte in Rama zweyhundertRitter, um Arsuf beständig zu beunruhigen und kam im Derccmber wieder nach der heiligen Stadt. Aber auch jene Rit-ter zogen nach zwey Monaten wieder heim.
Doch nimmer verloren dicKreuzrittcr Arsuf aus den Au-gen- Ale nicht lange nach Aufhebung der Belagerung derM-marHerzog von einem Ueberläufer den Tag erfahren hatte, anwelchem die Saracenen in ihren Weinbergen um die Stadtzu arbeiten gedachten, schickte er vierzig Ritter bcy Rama ineinen Hinterhalt, und diese tödtetcn oder verstümmelten anNasen, Händen und Füßen mehr als fünfhundert Saracc-ncn und brachten deren Weiber und Kinder gefangen nach Je-rusalem. Als hernach, mm die Gläubigen gegen einen ähn-lichen Ueberfall der kühnen Franken künftig zu schützen, hun-dert arabische Reiter und zweyhundert Mohren aus Ae-