4° Geschichte der Kreuzzügc. Buch II. Kap. IV.'z. C!>r. Wochen wurde das Belagerungszcug erbaut, und als die
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Beschießung der Stadt angefangeu werden konnte, war derWiderstand der Saraccncn unbezwinglich. Dennoch zeigtesich der erhabene Sinn der Kreuzritter und ihre fromme Be-reitwilligkeit, alles für den Heiland zu leiden, nirgendsherrlicher. Denn damit Gottfried bewogen würde, von derBerenuung der Stadt abzulassen, banden die Saraccncn ei-nen der Geissel, den Ritter Gerhard von LlvcSncs rn-sHerzogs LandSmann, mit Ketten und Stricken in der Stel-lung eines Gekreuzigten an einen Mastbaum und hoben ihnan diesem, da wo die Geschosse der Belagerer am heftigstenwirkten, über die Mauer hervor. In Gottfrieds hohemSinn aber war selbst Freundschaft und persönliche Zunei-gung der Sache deS Heilands und des heiligen GrabeS unter-geordnet. Gerhard flehte kleinmüthig, Gottfried möge ihnnicht eines so schmerzlichen TodeS durch die Geschosse seinerBrüder sterben lassen, sondern gedenken, wie er füx ihnSchmach und Gefangenschaft erduldet habe, und seiner sicherbarmen. Gottfried dagegen ermunterte den Ritter, freu-dig und der Seligkeit bcy Gott gewiß den Martyrertod zuleiden: ihn versichernd, daß selbst seines eignen BruderSEustach Leben ihm ein zu geringer Preis seyn würde, umArsuf, daS er zu GotteS Ehren zu erobern entschlossen scy,zu verlassen; durch daS Zureden deS Herzogs gestärkt, berei-tete Gerhard sich freudig zum Martyrcrtode, und bat alsum den letzten Dienst der Liebe und Freundschaft, daß Gott-fried sein Pferd und seine Rittcrwassen für das Heil seinerSeele den Dienern deS heiligen GrabeS darbringen möge.Kaum hatte Gerhard ausgeredet, so wurde er von zehn Ge-
8) .Vy. VII. r. ,,äo xencie Hanilucorrim de xraesidio