Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

Herzog Gottfried.

Z9

rind die verfallncn Mauern der Städte wurden wieder her-gestellt , wie denn Gottfried auch die Mauern der Stadt Li-berias baute. Damit die Wallbrüder aus dem Abcndlandcnicht den gefährlichen Weg von Antiochien nach Jerusalemwandern dürften , durch lauter feindliches Land, wo über-all Türken und Araber ihnen nachstelltcn, so beschloß HerzogGottfried, auch die Stadt Joppe wieder aufzubauen und zubefestigen. An ihrer Küste konnten seitdem die abendländi-schen Pilger landen und hatten zu Lande nur einen geringenWeg nach Jerusalem zu wandern. Nun vermehrte sich nichtnur täglich die Anzahl der Pilger, sondern auch aus allenGegenden kamen Kaufleute nach Joppe und brachten Lebens-mittel aller Art. Das neue Reich gewann dadurch an Anse-hen bey Christen und Muselmännern im Morgenlande

Die kleine Stadt Arsuf aber an der Meeresküste, un-fern von Joppe, konnte einer förmlichen Belagerung, so gutdie Ritter sie anzuordnen verstanden, widerstehen. Dennvor allem war den Franken ihre Unrunde in derBclagerungs-kunst nachtheilig; wo Mauern und Thürme zu brechen wa-ren, da scheiterte gewöhnlich die Tapferkeit der Ritter. AlsdieGciffeln von Arsuf, welche Gottfried auf der Rückkehr vondem Siege bey Askalon genommen, Gelegenheit gefundenhatten zu entrinnen, während dieGciffeln, welche erden Ar-sufen gegeben, in der gefänglichen Haft blieben, glaubtendie Muselmänner in Arsuf von aller Verbindlichkeit sich freyund verweigerten den versprochenen Tribut. Sogleich lagerteGottfried sich mit Werner von Greis, Wilhelm von Mont-pellier, Wicker dem Deutschen und den andern Rittern, wel-che bey ihm geblieben waren, vor Arsuf; aber erst in sieben

2. Chc.

iroy.

2) .4 2. Vir. 12.