Z24 Geschichte der Kreuzzüge. Buch I. Kap. xm.
I. ro-9> Gewohnheiten des Fürstenthums Antiochien und der beidenGrafschaften sind so wenige Nachrichten auf uns gekom-men, daß sich aus ihnen fast nichts weiter bestimmen laßt,als daß ihre Gewohnheiten wirklich verschieden waren.Allerdings mochte Bocmund in Antiochien die normanni-schen Gewohnheiten der Graf Raimund in Tripolisdie provenzalifchen, und die Grafen von Edcssa, derenVasallen meistens aus französischen Rittern bestanden,mochten die französischen Gewohnheiten bey sich einfüh-ren 42); aber besondere Rücksichten und Verhältnisse muß-ten doch auch hier eben so Abweichungen hervorbrmgen,wie in den Gewohnheiten des Reichs Abweichungen vonden Gewohnheiten der Franzosen entdeckt werden. EinPunkt, in welchem die Gewohnheiten des FürstenthumsAntiochien von denen des Reichs abwichen, war die Be-stimmung der Volljährigkeit, indem in Antiochien wenig-stens der Fürst nach vollbrachtem zwanzigsten Jahre derGewalt des Vormundes sich entziehen konnte"«), dem Kö-nige von Jerusalem aber und dessen Vasallen ein viel ent-fernterer Termin «s>) vorgeschrieben war. Daß solcherAbweichungen noch mehrere waren, läßt sich mit Grundvermuthen.
Wir können daher hier nur die Verhältnisse derer,welche in dem Reiche Jerusalem herrschten und gehorchten,genauer bestimmen, und doch wird sich auch hier in der
Oder die longobardischcn, männer ganz ihre Gcwohnhettc»welche die Normannen angcnom- sollte» ausgcgcbcn habe»,men hatte», Giannone Gesch. ) A, Not. 11.p. Neapel, V. X, K. XI. D. 4 e^ i „ v i 11 s liisr. 6e> 3 r,
Hebers. Th. II. S. uz, Doch ist I.ouis (Paris 1761 toi.) p. log.nicht wahrscheinlich, daß die Nor- G, y„te„ A„m. 8Z.