;o8 Geschichte der Kreuzzüge. BuchI. K a p. XIH.
2. loyy-res Blatt geschrieben, mit großen künstlich verzogenenBuchstaben, deren erster mit Gold verziert war; dieRubriken waren durch rothe Farbe ausgezeichnet, undscde Urkunde war mit den Siegeln des Königs, des Pa-triarchen und des Vizgrafen von Jerusalem beglaubigtDiese Satzungen wurden in der Kirche des heiligen Gra-bes aufbcwahrt, verschlossen in einem großen Kastender, so oft es geschah, daß die Satzungen nachgesehenwerden mußten, nicht anders als in Gegenwart vonneun Personen, nämlich des Königs oder an seiner StattEines der hohen Barone, zweyer seiner Getreuen, desPatriarchen oder an dessen Statt des Priors des heili-gen Grabes, jwcycr Stiftshcrrcn, des Vizgrafen von Je-rusalem und zweyer Schöppen des Bürgcrhofts, geöffnetwerden konnte. Die Satzungen hießen daher auch Brie-fe des Grabes *).
Dir nachfolgenden Könige erweiterten und bessertendie Satzungen mehrere Male, wie Zeit und Umstande eserheischten, entweder nach Erkundigungen über die Rechteund Gewohnheiten in den Landern des Westens, welchesie von Pilgern und durch ausgesandte Boten einzo-gen, oder nach eigner erweiterter Erfahrung. Am mei-sten machten Almarich und sein Sohn, der gute König
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