Gründung des Königreichs Jerusalem.
Dreyzehntes Kapitel.
Äls Gottfried zum Oberhaupte des Reichs Jerusalem er- 3hoben war, trachtete er, wie einem Regenten geziemt,sein Reich durch Gesetze zu ordnen. Seine Gesetze undOrdnungen sind um desto merkwürdiger, weil sie das Re-sultat des ersten gesetzgeberischen Versuchs des Mittelalterssind
Gottfried berief — so erzählt die Sage — die ver-ständigsten und erfahrensten Männer, welche unter denPilgern gefunden wurden, und trug ihnen auf, bey denLeuten aus den verschiedenen Völkern, welche im heiligenLande anwesend waren, nach den Gewohnheiten ihresLandes zu fragen. Was diese erforschten, legren sie auf,geschrieben dem Herzoge vor, welcher mit Zuziehung desPatriarchen, der Fürsten, der Barone, und der Weise-sten ans den übrigen Geistlichen und Laven, dasjenigeauswählte, was den Bedürfnissen des heiligen Landesangemessen, und dieses als Satzung und Gewohnheit zuhalten gebot Jede Satzung wurde auf ein besonde-
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*) S. Beilage Ilt.
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