Gründung des Königreichs Jerusalem, zv;
ser wollte dem erstem behilflich seyn, zur Erlangung des 1099.patriarchalischen Stuhls, welcher durch den bald nach derBcfreyung der Heiligen Stadt in Cypern erfolgten Toddes ehrwürdigen, christlichsten Patriarchen'») erledigt war,wofür ihn jener als Patriarch in seinem Disthum bestäti-gen sollte. Der große Reichthuni, welcher Arnulfen durchdie Beerbung des Bischofs Odo von Bayeux, eines Bru-ders von Wilhelm dem Eroberer, in dessen Begleitung ernach dem heiligen Lande gezogen, zugefallcn war, erwecktein ihm den Wunsch, den heiligsten Bischofs-Stuhl zu be-sitzen, und die Hoffnung, dieses Ziel zu erreichen -). Aberals der Sohn eines Priesters, war er nach den strengenGesetzen der Kirche, welche Gregor VII. durchgesetzt hatte,nicht nur aller hohen geistlichen Aemter unfähig, sondernverdammt, der Sclave der Kirche zir scyn, welche er durchsein Daseyn verunehre; und auch wenn dieses Gesetz nichtals allgemein bindend angcsehn wurde, durfte er nach ei-ner so hohen Würde doch nicht trachten, weil er noch nichteinmal den Grad eines Snbdiaconus erlangt hatte ^d).
Noch mehr hatte ihn sein eigenes Gewissen von dem Bewer-be» um eine so heilige Stelle abschrecken sollen, da seinausschweifendes Leben so bekannt war, daß er ein Gegen-stand der Spottlieder des Volkes geworden ^). Seit dem
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