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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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Gründung des Königreichs Jerusalem. 27 Z

die Gläubigen Mohammeds getheilt hatten, gegen eiuau-der selbst war viel heftiger, als der Haß, mit welchem ^beyde gemeinschaftlich die Christen verfolgten. Darumwünschten die scldschukischen Sultane in Bagdad undihre Verwandte, welche die ägyptischen Moslem alsKetzer haßten, daß Jerusalem jenen Ketzern entrissen wür-de, weil sie leichter Jerusalem über die abendländischenChristen, als über die ägyptischen Muselmänner zu ge-winnen hofften. Auch war vielleicht an dem Besitze vonPalästina als einem armen Lande, an dem Besitze derheiligen aber auch dürftigen Stadt, ihnen wenig gelegen.Die Religion vermochte nicht die Seldschuken so zu be-geistern, als sie die Araber begeistert hatte. Und dochkonnten nur sie es wagen, mit den furchtbaren Abend-ländern zu kämpfen. Denn ihre arabischen Unterthanenwaren zu sehr vom Krieg entwöhnt.

Die seldschukischcn Sultane mochten um desto weni-ger ihre Macht gebrauchen zur Deschützung Jerusalems,da wenige Monate vorher erst der turkomauische StammOrthok, welcher von ihnen den Besitz der Stadt empfan-gen, durch die Aegyptier daraus vertrieben war. Aberauch ohne diese Rücksichten lagen in der Verfassung derTürken mehrere Ursachen, welche jene Erscheinung hinrei-chend erklären.

Wie nothwendig jeder Staat, welcher die Deute ei-nes wilden kriegerischen Volks wird, einem Lehcnsystemvon größerer oder minderer Ausbildung, von weiterm odercngerm Umfange, unterworfen werden muß, also warendie arabischen Eroberungen unter den türkischen Herrscherneine Sammlung von Lehenstaaten geworden. Schon, als

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