Gründung,des Königreichs Jerusalem. 259
Munds Volk auf seinem Zuge von Marra nach Arka durchs, ivyo.Beute und Geschenke der ungläubigen Fürsten reich gewor-den, die andern Wallbrüder aber arm geblieben waren.
Graf Raimund von seiner Seite suchte durch Freige-bigkeit und Schmeicheleyen die Gemächer der Fürsten, derGeistlichen und des Volks wieder zu gewinnen. Dem.Her-zoge Gottfried sandte er ein schönes Pferd zum Geschenk ^).
Da sein Heer reicher war, als die Wallbrnder, welche demHerzoge Gottfried und dem Grafen Robert von Flandernfolgten, so chefahl er, Laß jeder Wohlhabende unter denCeinigen den Zehnten dw erhaltenen Beute darbringensollte Von diesem Zehnten erhielten ein Vierthcil dieBischvffe; ein zweytes Dicrcheil fiel dem Geistlichen zu, beywelchem der Wallbruder die Messe hörte; die zwcy übrigenVicrlheile wurden Peter dem Einsiedler übergeben, damiter sie unter die Armen und Kranken aas der Geistlichkeitund dem Volke / deren Sorge ihm anvertraut war, ver-thcile. Die Geschenke wurden angenommen, aber die Ge-mächer blieben von dem Grafen von St. Eitles abgewandt.
Jede Gelegenheit ward von nun an ergriffen, den Groll,welchen man gegen Raimund hegte, ihn empfinden zu las-sen. Schon seit längerer Zeit hatten manche der Fürstenund des Volks in der Stille an der Echtheit der heiligenLanze, welche Raimund und sein Volk vor allen andernWallbrüdern verehrten, gezweifelt; man hatte behauptet,die ganze Geschichte der Offenbarung und Auffindung derLanze fty von Raimund erdichtet, um sich dadurch mehr
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