Gründung des Königreichs Jerusalem. 257
Die Schriftsteller , welche dieser Streitigkeit unter dcnJ. 1099.Fürsten des Wallhcers erwähnen, theilen sich zu offenbarin zwei) Parteyen, als daß für möglich zu achten sey, inihren Erzählungen die Wahrheit rein und lauter von demzu scheiden, was Haß und Liebe ihr bcygcmifcht haben.Lankrcd war gegen den Grafen Raimund erbittert, weiler in seinen Erwartungen von dessen Feygebigkeit entwederganz oder doch zum Theil sich getauscht hatte §°). Rai-mund hatte vielleicht zu sehr Tankrcd suhlen lassen, daß ersein Söldling sey. Ob dem Grafen Raimund von Türkendie falsche Nachricht von der Ankunft eines türkischen Hee-res wirklich gebracht worden, um ihn von der Belage-rung der Burg Arka zu entfernen, welches die Schrift-steller seiner Partei) berichten ^), oder ob Tankrcds Be-hauptung gegründet gewesen, laßt sich nicht entscheiden.Raimund von Agiles, als Kapellan seines Grasen, ein eif-riger Vertheidiger desselben, laugnet nicht, daß der Kadi 'von Gibel Geschenke ins Lager geschickt habe; doch soll ersie erst nach Aufhebung der Belagerung seines Schlossesgeschickt haben, bloß um einen neuen Angriff desselben ab-zuwchren ^).
Die Zwietracht der Fürsten ward gefährlicher durch die
") kro^ter convsntionsm so-Ilclorum er lizasntlorum,slh! leiem cornks pi'o militari cls-dsdat obrocjuio, sei! minim« sol-vebac juxra iavorem St miiirumcossam e^uanr isiem Rariersclus^>iocura!isr ec üncevar. a.Iii.a. a. O. Tis. S. not. 28.
Außer Raimund auch Pe-ter Tn debod, welcher in desGrasen Naim.»,:Ss Heer war (bcyI. Band.
du Chcsnc S. 8io.)> Der MtGnibert S. 529. Der MönchRobert, welcher auch bei) demHeere des Grafe» von St. GillcSsich befand, erzählt bloß , Rai-mund habe an Gottfried und dieübrigen Fürsten vor Gibel geschicktund sic ersucht, ihn bch der Bela-gerung von Arka zu »nterstuven,welches auch bewilligt worden. S.72 .
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