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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
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246
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246 Geschichte der Kreuzzüge. Buch l. Kap.

I. io>)8. den fünfzehnten Tag den Auszug verkündigte, ließBoe-inuud durch die Stimme des Herolds den Beschluß des Gra-fen für nichtig erklären, und zog mit den Scinigcn nachAntiochien zurück. Dort war sein erstes Werk, alleProven-zalcn mit Gewalt von ihren Posten zu vertreiben ^).

Bald darauf lud Raimund alle Herren, welche zuAntiochien sich befanden, nach Rugia, einer Stadt unfernvonMarra, zu Vcrathfchlagungeu wegen des Zugs nachJerusalem ein. Es war für ihn dringend, ihn zu beschleu-nigen , theils wegen des Worts, welches er den Sciiügcngegeben, theils weil wegen des Hungers und der Seuchein eben dem Maß, in welchem das Verlangen nach derheiligen Stadt in den Gcmüthcrn vieler brennender ward,der Muth in den Gemüthcrn andrer sank. Wie werde dieheilige Stadt erobert werden können von einem Heer ohneLebensmittel, dessen meiste Ritter ohne Pferde scyn, undwie gemeine Knechte zu Fuß streiten, dessen Führer durchbeständige Streitigkeiten um den Besitz der eroberten Städteentzweyt scyn, und von Gottes Sache abgezogen werden.So murrten viele aus den Rittern und aus dem Volk, ver-ließen verzweifelnd das Heer und ihr Gelübde, und kehr-te nach Europa in ihre Hcimath zurück.

Der Herzog Gottfried, der Graf von Flandern, Tan-kred, selbst Boemund und eine große Anzahl andrer ange-sehener Ritter erschienen zu diesem Tage, aber statt überAnordnungen zum Zuge gegen Jerusalem zu sprechen, nah-men sie mehr oder weniger lebhaften Anthcil an dem StreiteRaimunds und Vormunds um Antiochien, der hier wie-

WIl>. ^«4, V. »6. I'alcdor. OLroot. c. 16.