Gründung des Königreichs Jerusalem. 245
Anlaß neuer Zwietracht. Die Provenzalen verdrvß, daß I.roysBoemunds Volk, obgleich es weniger Antheil an der Be-lagerung genommen, als sie, doch mehr Thürme besetzthielt nnd mehr Beute an sich gebracht hatte. Das Volkaber hatte seinen Verdruß leicht vergessen, wenn cs nunbald zu der Stadt Jerusalem, dem Ziele seiner Reise, na-her geführt wäre, aber eine gefährliche Zwietracht entstandunter den Heerführern. Raimund, welcher die neu erober-te Stadt dem Bischöfe vonAlbara bestimmt hatte, verlang-te von Bocnuind die Räumung ihrer Thürme, Voemundaber wollte dazu nur nach vorhcrgcgangencr Uebcrgabeder von den Provenzalen moch besetzten antiochischcn Thür-me sich bequemen. Wahrend ihres Streits verlangte dasVolk mit Heftigkeit weiter zu ziehen, denn der Mangel anLebensmitteln in der Stadt minderte sich nicht, sondernnahm zu. Die Wallbrüder konnten nur von den schlechte-sten Lebensmitteln sich nähern, und einige sollen damalsvon dem Fleische der erschlagenen Ungläubigen gelebt ha-ben *6). Dadurch entstand eine Seuche, welche auchi En-gelran, den Sohn des Grafen Hugo von St. Pausi hin-wegraffre. Raimund war geneigt, dem Begehren desVolkes nachzugeben. Da wollte Bocmund, daß bis zumnächsten Osterfeste der Auszug ausgeschoben würde; undals Raimnnd durch die dringenden Bitten des Bischofsvon Albara , mehrerer Edeln nnd des ganzen Volks bewezft
*6) Mehrere Schriftsteller er- »r vmnidus, »lrum iclem Kerizählen dich bestimmt: z.V. Ro- rclla moclo siotuissst, s>sns <tu-be r t der Mönch, Nai m. vvn diuirr sie. Nach Baldric. S.Ag. und Peter Tu de b. Der »26. öffneten die Christen Lcich-Abt Guibcrt (S.527.) fügt name der Türke», um die By-hinzu: c^uoN rsmcm ranr ia- zantien, welche sic verschluckt,
rum uileocjuc: Istens sxticsrit, z» ffndcn.