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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
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244 Geschichte der Kreuzzüge. Buch!. K a p. X.

sich zu bemächtigen, und sie beschlossen, nur die Thorezu bewachen bis zum Anbruche des Morgens, damit keinEaracen entfliehen könne. Doch drangen, ungeachtet desVerbotes der Heerführer, noch in der Nacht die Armen indie Stadt, um die wenige Deute zu rauben. Als am an-dern Morgen das übrige Heer in die Stadt cinzog, hattendie meisten Saraccnen in unterirdische Holen sich verborgen,die Reichern aber hatten in ein festes Gebäude über Einemder Thore sich begeben ^). Nachdem die Wallbrüdcr allesgeraubt und gemordet hatten, was über der Erde zu fin-den war, legten sie, laut rufend: Gott Wittes, vor denHolen Feuer an, und nöthigten durch Rauch die Feinde desGlaubens, hcrvorzukommen. Darauf begann, zur Ehredes Wcltvcrsöhuers, ein beyspielloses Morden. Die Sa-racenen, welche das Schwert schonte^), wurden in Ket-ten geworfen, und einen großen Thcil ließ Bocmund nachAntiochien in die Sklaverei) führen.

Kaum war die Stadt erobert, so ward auch sic der

Nalclecc:. III. p. ir 5 .Der Mbnch Robert (S. 70,),Peter Tudcbodus ( S. 82Ü.) undder Abt Guibcrt (S. 527.) er-zähle», Bvcmnnd Nabe die Vor-nehmen und Reichern tcr Ein-wohner von Marra zur Ueber-gabc der Stadt dadurch bewogen,daß er ihnen in jenem GebäudeSicherheit zugcfagt, habe sic aberhernach treulos theilS ermorden,thcils in die Gefangenschaft ver-kaufen lassen. Sollte aber Vor-mund so ohne Zweck grausam uui>treulos gewesen sei)»; denn Vor-mund nahm ja sehr wenig An-

theil an der Belagerung der Stadt,und würde Raimund von Agiles,der eifrige Anhänger seines Gra-fen, diese dem Gegner desselbenso nachihciiigc That verschwiege»haben S

Nach den Berichten mor-genländischcr Schristsiellcr, desA b n l sa ra d s ch, Abn 1 fcda,Elmacins n. a. wurden mehrals hundcrtiansend hier erschla-ge» , und ihnen widersprechen dieBerichte der Abendländer, welcheZeugen der Grausamkeit ihrerGiaubcnsbrüder waren, nicht.