Druckschrift 
1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

Gründung des Königreichs Jerusalem. 241

Besitz von Antiochien, welcher Boemund und Raimund ent- §. royZ.zweyte, zu schlichten °). Alle Fürsten und Herren, welchein der Nahe von An.iochicn Besitzungen erhalten hatten,wünschten ihres eignen Vorthcils willen, daß dcm tapfcrnBoemund diese Stadt zufallen möge, und imtersiützcenkräftig seine Sache. Dagegen gönnten zwar der Herzogvon Lothringen und der Graf von Flandern, die im Ra-the wie im Kampfe mächtig waren, ihren Besitz lieberdem Fürsten Boemund, als dem griechischen Kaiser, aberihnen war Antiochien nicht wichtig genug, um durch thä-tige Verwendung für Boemunds Sache dem Vorwurfedes Meineides ihre Ritterchre auszusetzen ^). Darumvermehrten die Bemühungen der übrigen Fürsten, Rai-mund zur Nachgiebigkeit zu bewegen, nnr die Erbitterungder Streitenden. Schon waren diese zur blutigen Ent-scheidung durch die Waffen bereit, als die laute Drohungdes Volks, sich selbst einen Heerführer, der cs gegenJerusalem führe, zu wählen, und die Stadt Antiochienzu zerstören, wenn die Fürsten länger noch ihren Angele-genheiten Gottes Sache nachsetzten, sic nöthigte, ihrenStreit ruhen zu lassen, und fcyerlich zu geloben, daßihr Hader sie nicht von der Thcilnahme an dem Auge ge-gen die heilige Stadt abhalten solle.

Also zogen am vier und zwanzigsten November, nach-dem mit großem Derdrusse die Wallbrüder vier Monate

6 ) Am ansfiiyrlichstl'N ist ilbrr Lnrioedigs Ii-lbevunc, p^os>tsr-dicscn Strrit Naim, v vll G i- en, licsr Ns Loimuuclo veilencres >1. 0. Ö. guoN dadseor eani, rameu nun

Aui!sb->nc IliuUnrs ei, msrusurssD.renim Dux er <üc>me5 iucurrere ^sichirii iutirmiam. IN.iblaullreusis levirer t!s sivicalll rbicl.

I. Band.

Q