242 Geschichte der Kren zzüge. Buch I. Kap. X.
2. ioy8>in Antiochien verweilt hatten, der Graf Raimund vonSt. Gilles und der Herzog Robert von der Normandie»)mit ihren Völkern aus gegen Marra, eine feste Stadt,welche anf dem Wege von Antiochien nach Jerusalemliegt. Dieses Heer der Wallbrüder war mit Velagerungs-zenge gar nicht versehen; denn es führte nur zwey kurzeund zerbrechliche Sturmleitern mit sichs). Dennoch bc-rcnnte cs die Stadt am zweytcn Lage nach seiner An-kunft, aber ohne Erfolg. Nachdem Vormund am drit-ten Tage mit seinem Volke zu ihnen gekommen war, wardbeschlossen, allerlei) zum Durchbrechen und Untergrabender Mauern dienliche Maschinen zu erbauen. Wahrenddieser Beschäftigung aber entstand so großer Mangel anLebensmitteln im Lager, daß man der Pilger oft mehr alszehntausend auf den abgeernteten Feldern die zurückgebliebe-nen Früchte mit unsäglicher Mühe ausgraben sah, um damitihr Leben zu fristen -°). Viele Pilger verließen verzweifelnddas Heer und gingen in ihre Heimarh zurück. RaimundsVolk wurde auch damals von den Aposteln Andreas undPetrus, welche wieder dem Priester Peter erschienen, ge-tröstet, aber Bocmnnd und die Seinigen spotteten derProvenzalischcn Leichtgläubigkeit"). Alle Pilger, welche
v) Naim und von Agiles,tem als Augenzengen wir ammeisten i» diesen Begebenheitenglauben, nennt nur diese bcydcnHerren, lind sagt S. c6c>. aus-drstcklich, dast Herzog Gottfriednicht mit ihnen gezogen sei).
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