- Gründung des Königrsichs Jerusalem,' 2z?
fchwörung genommen, am Körper verstümmeln. AlsoÄ-royKbrachte diese Verschwörung eine Summe von scchszig Tau-send Byzanzien in des Grafen Schatz, gab ihm damit Mit-tel zu größerer Frcygebigkcit! gegen seine Landsleute und Ge-treue, und machte seinen Namen noch furchtbarer ")- DesGrafen Schwiegervater aber, Tafnuz, floh in seine Schlösserim Gebirge, weil er von seines Schwiegersohnes Zorn we-gen Nichtbezahlung des Geldes, welches er ihm verspro-chen, fürchtete^).
Graf Balduin kam bald hernach in neue Gefahr. Ma-kak, vorhin Fürst von Sarudsch, welches er aus Furchtan Balduin übergeben hatte, kam eines Tages nach Edessaund erbot sich, auch das letzte Schloß, welches ihm vonseinen Besitzungen noch übrig war, Amacha, den LeutenBalduins zu übergeben. Balduin zog, von Balak beglei-tet , mit zwcyhundert Rittern nach diesem Schlosse, abetgewarnt von einigen Rittern, welche die Untreue der Tür-ken ahncten, folgte er nicht seiner betrügerischen Einla-dung, mit ihm und einigen wenigen Rittern in die Burgzu gehen, sondern sandte zuvor zwölf Ritter hinein. Ererfuhr, daß ihm weislich gerathen war. Denn kaum hat-ten sie das Schloß betreten, als aus einem HinterhalteBewaffnete, wahnend, Balduin befinde sich unter diesenRittern, hervorstürzten, die Thore verschlossen und dieRitter ergriffen, welche sie in Fesseln legten. Weil dasSchloß zu fest war, konnte Balduin nicht sogleich Ra-che nehmen und seine Ritter mit Gewalt befreyen; ersuchte durch Versprechung ansehnlicher Geldsummen ihre
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