Gründung des Königreichs Jerusalem. 2Zi
nach Konstantinopel, und fand daselbst freundliche und eh- 2renvolle Aufnahme, aber kein Geher seines Gesuchs. Vonder Kaiserstadt kehrte Hugo, ans Verdruß, wegen Mangelan Volk und Geld die Würde nicht behaupten zu können,welche ihm als Bruder des Königs von Frankreich gebühr-te, in sein Vaterland zurück, und sah nie das heilige Grab,für dessen Ehre er so viele Leiden ertragen, und so mancheherrliche That verrichtet hatte; denn er kam in Kleinasicnum, als er zwei) Jahre nachher mit Wilhelm von Poitierswiederum gen Jerusalem zog, um den Fleck, womit erdurch den Bruch des damaligen Gelübdes seine Ritterehreverunreinigt, zu vertilgen H. Der Papst Urban aber woll-te in seinem hohen Alter endlich des ruhigen Besitzes seinesStuhls genießen, zu welchem er nach elfjähriger, unruhi-ger und unsicherer Regierung erst eben gelangt war, underfüllte die Bitte seiner Kinder nicht Es ist nicht be-kannt, daß Urban, nachdem die großen Heere ansgezogenwaren, etwas mehr für die heilige Unternehmung gechan,als daß er auf einer Synode zu Rom, welche er im fol-genden Jahre hielt, den versammelten Geistlichen dringendanempfahl, ihr Volk zur bewaffneten Pilgerfchaft nach demheiligen Lande zu ermahnen *).
Aber noch ehe die Nachricht von dem Erfolge dieserbeyden Gesandtschaften gebracht werden konnte, verlangtemit großer Heftigkeit das Volk von den Fürsten, gegen die
2) t^kronic. UicUarcliviclsviens. bcy iVIui 2 koriin Xmi^uic. Italic. kV-
4 ) Di« Antwort, welche Ur-ban gab, ist nicht bekannt.
°) Liiroiiicoii I! 02 c s>i s sact a. ivgg. In cjuo (concili-i)cniiürinavit viain saust! sesiul-cr! ctoiniu! nosti! .lcsu (Xirisli.Maus! rchnLilia I . XX. P2A,ü6/j.