Gründung des Königreichs Jerusalem. 211
fehl des Heeres zu übertragen, so daß seinem Gebot oh-2 109x1.ne Murren jedermann Gehorsam leiste. Da schworenihm alle Gehorsam, und Boemund nahm nun der Sa-che mit großem Eifer sich an. Er stellte gehörige Po-sten auf der Mauer zum Schutz der Stadt und damitnickst fernerhin den Stricklaufern mehrere nachfolgtcn,und besuchte selbst bey Tag und Nacht die Posten, aufdaß sie in ihrer Wachsamkeit nicht nachlicßen. Unterdem Volk war so große Muthlosigkcit, daß sie in ih-ren Hausern saßen, über ihr Elend jammerten, undnicht durch Drohungen und Ermahnungen sich bewegenließen, zu ihren Posten zurück zu kehren. Da ließ Vor-mund die Stadt an mehrcrn Orten anzündcn, um dieMuthlosen aus den Hausern zu treiben. Zwei) tausendHauser und mehrere Kirchen wurden in Asche verwan-delt, denn ein sich erhebender Wind machte die Feucrs-brunst verheerender, als Boemund gewünscht hatte.
Die Muthlosigkcit ging vom Volk auch zu den Für-sten über, als die Nachricht zu ihnen gekommen, derKaiser Alexius, welcher mit einem großen Heer herbeyge-zogen, um sie zu entsetzen, sey wieder in seine Haupt-stadt zurückgckchrt. Denn die feigen und treulosen Ste-phan von Chartres, Wilhelm von Grautemaisnil und dieandern Stricklaufcr waren zu ihm gekommen, als er bisPhilomelium bereits vorgerückt war, und hatten ihmdas Elend der Wallbrüder in Antiochien, die Größe undFurchtbarkeit des Heers Korbogas so beschrieben, daßder Kaiser verzweifelte, di^ Wallbrüder zu retten, für
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