198 Geschichte der Krcnzzüge. Buch I. Kap. VII.'
2'. IOA8. zubrachte, in der trügerischen Hosnung, die Stadt durchGewalt der Waffen und Mangel an Lebensmitteln zurUebergabc zu zwingen — denn ihre Mauern waren un«überwindlich für türkische.Belagcrungsknnsi und Balduinhatte mit Lebensmitteln sie reichlich versehen — daß erhernach mit ungewöhnlicher Langsamkeit zog ^), be-sreyete die Wallbrüdcr nicht nur vom Untergang, sondernverhalf ihnen zum Besitz von Antiochien.
Mit einem christlichen Renegaten Pyrrhus , wel-chem an der westlichen Seite der Stadt da, wo Vormundlag, der Thurm der drei) Schwestern und zwey andereThürme zur Vcrtheidigung übergeben waren, hatte Vor-mund seit einiger Zeit ein heimliches Einversiandniß wegenUebcrgabe der Stadt unterhalten, welches in dem kurzenWaffenstillstand noch mehr befestigt war, und ward durchihn von den Planen der Türken immer unterrichtet. Viel-leicht hatte selbst Bocmund bis dahin nicht in den Rene-gaten gedrungen, ihn mit den Seinen in den Thurm zulassen, weil er auf eine günstigere Zeit wartete, um alleinVortheil davon ziehen zn können. Als aber Korbogamit seinem mächtigen Heer anrückre, beschleunigten bcy-de die -Ausführung ihres Plans. Um die Gesinnungender Fürsten zu erforschen, trug Bocmund, ohne seinerUnterhandlung mit dem Renegaten zu erwähnen, deinRath der Fürsten vor, er möge beschließen, daß Antio-
4^) Der Haufe, welcher aus Uebcr diesen Pyrrhus lau-
tem Lager vor Antiochien ansgc- tcn die Nachrichten sehr verschie-sandt wurde, um über sein Heer den. Nach der Prinzessin A n-Kundschaft cinzuzichen, nachdem na Cvmucna war er ein Ar-es bereits Edessa verlassen hatte, incnier» ^lsx. l, XI.
VaM si eben Tage früher ins La-ger zurück, als Korboga ankain.
/tlderr. Xcjusn«. IV, I,s.